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Tipps für die richtigen Kinderschuhe

Ihre Tochter will Hello-Kitty-Schuhe, Ihr Sohn lieber stylische Sneakers von Adidas – und Sie selbst wünschen sich vor allem, dass die Schuhe Ihrer Kinder bequem und gesund für die Füße sind. Kinderschuhe sind eine Wissenschaft für sich. Doch mit den Tipps von Dr. Thomas Pauly, Vorstand des Deutschen Orthopäden-Verbandes, greifen Sie beim nächsten Einkauf garantiert zum richtigen Paar Schuhe.


Regelmäßig messen



Kinderschuhe sollten immer richtig sitzen. Deswegen ist es wichtig, einmal im Monat die Füße zu messen, denn Kinderfüße haben ganz unterschiedliche Wachstumsphasen. „Manchmal passt der Schuh schon nach einem Vierteljahr nicht mehr, das andere Mal erst nach neun Monaten“, so Dr. Thomas Pauly. „Zum Messen zeichnen Sie den Fuß einfach von der Ferse bis zum Zeh auf ein Blatt Papier und stellen das Kind alle vier Wochen drauf, um zu sehen, was sich verändert.“



Genug Platz lassen



Vor allem bei Kleinkindern, deren Knochen und Gelenke noch weich und formbar sind, muss im Schuh genug Platz nach vorne sein, damit die Zehen beim Abrollen nicht anstoßen. Zu enge Schuhe könnten langfristig Fußschäden verursachen. Der Orthopäde empfiehlt, die Schuhe so zu kaufen, dass die längste Zehe noch etwas Luft hat und der Fuß sich im Schuh bewegen kann. Falsche Werte vermittelt hier der klassische Drucktest, bei dem man versucht, die Zehe zu ertasten: Oft ziehen die Kleinen den Zeh reflexartig zurück.



Das richtige Material




Wenn es nach den Kleinen geht, sollen Schuhe natürlich vor allem richtig cool aussehen. Form und Material sind aber wichtiger als das Design. Modelle, die zu spitz zulaufen, bieten den Zehen zu wenig Platz. Kinderschuhe sollten also im Bereich des Vorfußes breiter geschnitten sein. Auch auf atmungsaktive Materialien sollten Sie achten und statt Kunststoff lieber Leder und Kunstfasern wie Gore-Tex und SympaTex wählen. „Funktionstextilien schützen vor Feuchtigkeit und Kälte und halten die Füße auch beim Sprung in die Pfütze schön trocken“, so Pauly.



Stabilität und Flexibilität




Kinderschuhe brauchen eine gewisse Festigkeit und eine gute seitliche Führung. Vor allem bei Kleinkindern muss der Schuh außerdem Schutz bieten. „Die Fußsohle ist je nach Alter geringer belastbar. Bei einer guten Sohle werden solche Unterschiede berücksichtigt.“ Bei kleinen Kindern darf die Sohle nicht die Abrollbewegung der Füße einschränken.





Auf Hilfsmittel verzichten




Eine gesunde Fußmuskulatur entwickelt sich am besten ohne Hilfsmittel. Bei Kleinkindern sind Schuhe mit speziellem Fußbett, Einlegesohlen oder Polsterungen überflüssig und können sogar kontraproduktiv sein. Besonders gut werden die Fußmuskeln trainiert, wenn man Kinder zwischendurch barfuß über unterschiedliche Untergründe laufen lässt.



Kinder zum Kauf mitnehmen




Die Kinder müssen sich in ihren Schuhen wohlfühlen. Deswegen empfehlen Experten, die Kleinen auf jeden Fall zum Einkauf mitzunehmen. So können Sie am besten beobachten, wie sie darin springen, laufen und herumtollen.



Auf Prüfsiegel achten



Welche Schuhe frei von Schadstoffen oder besonders schadstoffarm sind, erkennen Sie an verschiedenen Prüfsiegeln, zum Beispiel an dem der Stiftung Ökotest. Dabei gilt: Ein gutes Gewissen bedeutet nicht automatisch mehr Geld!